Bretter der Welt

"Bretter der Welt" am 30. April 2022, Beginn 20:00 Uhr
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Es heißt, das römische Volk verlangte in der Kaiserzeit nur immer wieder Brot und Zirkusspiele („Panem et circenses“) ohne sich um das Gemeinwohl zu kümmern. Ähnliches wurde schon früher von der Bevölkerung Alexandriens gesagt. Auf Rom wendet den Ausspruch zuerst Kaiser Trajan an, der sagte:

“populum Romanum duabus praecipue rebus, annona et spectaculis, teneri”

„Das römische Volk kann in der Hauptsache nur durch zwei Dinge in Zaum gehalten werden: daß man ihm genügend zu essen gibt und ihm spektakuläre Schauspiele bietet.“

Der Ausdruck bezeichnet auch heute noch Versuche einer Regierung, das Volk von Problemen abzulenken, indem man mit Wahlgeschenken oder eindrucksvoll inszenierten Großereignissen die allgemeine Stimmung zu heben versucht. Der Begriff geht letztlich wohl auf ein griechisches Zitat zurück, das der Redner Dion Chrysostomos ursprünglich auf Verhältnisse der ägyptischen Metropole Alexandria gemünzt hatte:

„Aber was soll einer zu der großen Masse der Alexandriner sagen, denen man einzig und allein viel Brot vorwerfen muss.“[47]
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